Die Burg Gößweinstein in der aktuellen Ausgabe des qm MAGAZIN

von Bernd Grimm 0

Burg Gößweinstein, Wahrzeichen über der Wiesent

Benannt nach ihrem Erbauer Gozwin, ist die mittelalterliche Gipfelburg Gößweinstein neben der Basilika das Wahrzeichen der gleichnamigen Gemeinde in der fränkischen Schweiz. Vielleicht war es nicht genau diese Burg, die die Gebrüder Grimm zu einem ihrer Märchen inspirierte, dennoch aber gibt es das Gerücht, dass sie Richard Wagner als Vorbild in seinem Werk Parsifal diente. Sicher ist jedenfalls, dass der Komponist die Burg einst besuchte.

Nach jüngsten Erkenntnissen wurde die Burg Gößweinstein um das Jahr 1000 erbaut. Ihre erste urkundliche Erwähnung stammt von 1076. Im Laufe ihrer ereignisreichen Geschichte wechselte die Festung mehrmals ihren Besitzer. Seit Bischof Otto von Bamberg befand sie sich in bambergischem Besitz. Zweimal wurde sie im 16. Jahrhundert zerstört und wieder aufgebaut: im Bauernkrieg und im Zweiten Markgrafischen Krieg. Freiherr Edgar von Sohlen erwarb die Burg 1890 und verlieh ihr ihr heutiges neugotisches Aussehen.

Die Burg kann teilweise selbständig erkundet werden. Für Besucher sind die Burgkapelle, das Verließ sowie zwei original eingerichtete historische Räume geöffnet, die einen Einblick in den kärglichen Lebensstil des damaligen Landadels geben. Der Burghofbietet einen weiten Blick über die Fränkische Schweiz und das Wiesenttal.

Quelle: qm Magazin Ausgabe 04/2014

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